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Allakusch! wird aufgeführt

 Am 12.05.2012 wird der Musikverein "Harmonie" Hördt  unter der Leitung von Volker Funke "Allakusch!" uraufführen.

Nach der erfolgreichen Uraufführung von "Crusaders" im Jahre 2010 folgt nun eine weitere Uraufführung eines unserer Werke.

 

 

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 Wer Lust und Laune verspürt, ein gelungenes und anspruchsvolles Konzert zu erleben, ist herzlich eingeladen.

Neben "Allakusch!" werden zahlreiche Originalkompositionen für sinfonisches Blasorchester auf dem Programm stehen.

 

Weitere Infos zum MV "Harmonie" Hördt finden Sie hier

Weitere Infos zu Allakusch! finden Sie hier

 


 

Foto mit freundlicher Unterstützung des Fotoclubs Hördt

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Am 02. Mai 2010 wurde das Orchesterwerk "Crusaders" im Rahmen eines Frühjahrskonzertes vom Musikverein Hördt unter der Leitung des Dirigenten Volker Funke uraufgeführt.

Der Grund, weshalb beim Muttertagskonzert des Musikvereins „Harmonie“ in Hördt Tennisbälle in Trompetentrichtern stecken werden, hat einen Namen: Andrew Noah Cap.

 

 

 

 


 

Der südafrikanische Komponist und Trompeter hat das Stück „Crusaders“ (Kreuzzügler) geschrieben, das von dem Blasorchester am 2. Mai uraufgeführt wird. Um die Noten in seinem Sinne in Musik zu verwandeln, war bei den Vorbereitungen auf das Konzert etwas Improvisationstalent gefragt.

 

Caps Stück „Crusaders“ handelt von dem christlichen Kreuzzug, zu dem Papst Urban II. im Jahr 1095 aufrief. Er begann im darauf folgenden Jahr und endete 1099 mit der EinnahmeJerusalems durch ein Kreuzritterheer.

„Es geht aber nicht um Schlachten, sondern um den emotionalen Gehalt während dieser Bewegung, die ganz Europa ergriffen hatte“, betont der 41-jährige Komponist, der 1973 mit seinen Eltern nach Deutschland kam. Ihn fasziniert die Aufbruchsstimmung während dieser Zeit, die Entschlossenheit der Menschen aus vielen unterschiedlichen Ländern, alles hinter sich zu lassen und in Richtung Jerusalem aufzubrechen, dem „Ziel jedes guten Christen“, wie er sagt.

Ein multikultureller Feldgottesdienst, der während der Reise gefeiert wird, und schließlich das Ankommen in Jerusalem stellen die Höhepunkte des rund elfeinhalb Minuten langen Stücks dar.

„Musik ist für mich Emotion“, sagt Cap, zu dem der Dirigent des Hördter Musikvereins, Volker Funke, den Kontakt hergestellt hat. Den Komponisten hat beim Schreiben des Stücks interessiert, was die Menschen damals bei ihrer „Reise in die fremde Welt“ empfunden haben. Der Start des Kreuzzugs wird im Stück mit einem kleinen Marschrhythmus dargestellt. Dieser steigert sich immer weiter, je länger der Zug der Reisenden wird und je näher das Ziel rückt.

So wie damals immer mehr Nationen aufeinander trafen, so vereinen sich auch in dem Stück immer mehr verschiedene Melodien. „Der Fünf-Achtel-Takt und die vielen Taktwechsel im Stück sind für uns gewöhnungsbedürftig“, sagt der Trompeter und Vorsitzende des Musikvereins, Wolfgang Eßwein während des intensiven Probewochenendes in der Turnhalle.

MV Hoerdt

 

Mit „geraden Takten“, bei-spielsweise einem Vier-Viertel-Takt, sei das Blasorchester eher vertraut. „Aber die vielen Probestunden, die wir seit Mitte November machen, haben sich ausgezahlt.“

Bei der Frage wie ein Blasorchester, beispielsweise die Eindrücke der arabischen Welt auf der Reise, in die passenden Töne fassen könnte, war Improvisation die Antwort.

„Zwei arabische Schlaginstrumente, die bei einigen Passagen zum Einsatz kommen sollen, haben wir einfach selbst nachgebaut“, erzählt Cap. An einen Besenstiel haben die Musiker einen Holzbehälter montiert und diesen mit Kronkorken gefüllt. Wenn der „Rasselstock“ geschüttelt oder auf den Boden gestampft wird, gibt er ähnliche Geräusche von sich wie so genannte „Rattle Sticks“.

Auch eine Holzschale, in der getrocknete Erbsen geschwenkt werden können, improvisiert im Orchester ein arabisches Rhythmusinstrument. Ungewohnte Töne kommen an manchen Stellen im Stück auch aus den Trompeten. „Kuhhörner aus der Ferne stellen wir nach, indem die Trompeter mit Tennisbällen in ihren Trichtern spielen“, erklärt Cap.

„Es ist super, dass da jemand ist, der einem erklärt, was sich hinter den Noten, die er geschrieben hat, eigentlich verbirgt“, sagt Matthias Fischer, der Jugendwart und Trompeter im Musikverein. Er könne sich dadurch gut vorstellen, was durch die Musik zum Ausdruck gebracht werden soll und was sich der Komponist dabei alles gedacht hat. Beim Probewochenende war Cap dabei.

Der Komponist, der auch schon mit vielen Auswahlorchestern zusammen gearbeitet hat und nebenberuflich als Dozent in einer Musikschule in der Nähe von Bonn arbeitet, hat Spaß an der Kooperation mit Musikvereinen. „Die Leute arbeiten alle unter der Woche und haben ihre Alltagssorgen. Aber einmal in der Woche treffen sie sich, um gemeinsam Musik zu machen und das richtig zu genießen“, erzählt er.

Die Freude an der Musik sei innerhalb solcher Gruppen besonders spürbar.

Bei dem Muttertagskonzert wird „Crusaders“ zum ersten Mal aufgeführt. Cap ist gespannt, ob der Musikverein es schafft, die Emotionen, die er in seinem Stück zum Ausdruck bringen will, so über die Bühne zu bringen, wie er sich das beim Schreiben vorgestellt hat.

„Das ist auch für mich immer wieder eine spannende Angelegenheit“.

Text und Bild: Steffi Mohr - Rheinlandpfalz

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