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Allakusch!
Die Leute von Chelm
Allakusch! greift die jiddische Melancholie und die tragisch-komischen Aspekte von Chelm auf und setzt sie musikalisch in Szene.
Was Allakusch! heißt, werden Sie fragen. Nun, sollten Sie demnächst wieder einmal einen Einwohner von Chelm treffen, - vielleicht beim Bäcker oder Metzger, - fragen kostet bekanntlich nichts.
| Grade: 3 | Spieldauer: 8:30 min | Erhältlich bei: | |
Dieses Audio-File ist computergeneriert. Es soll einen ersten Eindruck des Werkes vermitteln.
Der Hintergrund
Im traditionsbehafteten jüdischen Leben hat eine Berufsgattung seit Generationen einen festen Platz eingenommen, - die des Geschichtenerzählers.
Eingeladen zu kommunalen oder auch privaten Festlichkeiten dürfen natürlich die Geschichten aus Chelm nicht fehlen.
Diese Geschichten aus dem östlichen Europa können bis in das 18. Jahrhundert zurück verfolgt werden. Sie erzählen von den Einwohnern dieser kleinen Ortschaft und ihrer sehr eigenen Art, Probleme des Alltagslebens zu lösen. Diese Probleme werden oft mit Narrenweisheit (Finden der richtigen Lösung durch abstruse Argumentation) oder schlicht durch einen falschen Lösungsansatz gelöst.
Die lange Tradition dieser Erzählungen lässt die Annahme zu, dass die bekannten „Schildbürger“ diesen Geschichten entlehnt sind.
Bekannte Erzähler sind unter anderem Sholom Aleichem und Isaac Bashevis Singer.
Natürlich wollen wir dem Leser zwei Beispiele nicht vorenthalten:
Es wird erzählt, dass Gott, nachdem er die Welt erschuf und sie mit Menschen füllte, einen Engel aussandte, mit zwei Säcken. Einer war gefüllt mit Weisheit, der andere mit Dummheit. Natürlich war der Sack mit Dummheit wesentlich schwerer, und so kam es, dass er durch das Gewicht schon nach einiger Zeit den Engel nach unten zu ziehen begann. Schon bald streifte er eine Bergspitze und zerriss, sodass die ganze Dummheit sich über das Dorf Chelm ergoss.
Eines Tages beschlossen die Einwohner von Chelm, eine neue Synagoge zu bauen. Sie wählten die kräftigsten Männer, um von einer Bergspitze Steine für das Fundament zu holen. Die Männer nahmen die Steine auf ihre Schultern und schleppten sie den ganzen Weg hinunter ins Dorf. Doch kaum angekommen, fuhr sie der Rabbi an: „Ihr Idioten, ihr hättet die Steine rollen sollen.“ Natürlich stimmten die Männer dieser fabelhaften Idee zu, gingen zurück auf die Bergspitze, die Steine immer noch auf ihren Schultern, und rollten sie hinunter.
Es wird erzählt, dass Gott, nachdem er die Welt erschuf und sie mit Menschen füllte, einen Engel aussandte, mit zwei Säcken. Einer war gefüllt mit Weisheit, der andere mit Dummheit. Natürlich war der Sack mit Dummheit wesentlich schwerer, und so kam es, dass er durch das Gewicht schon nach einiger Zeit den Engel nach unten zu ziehen begann. Schon bald streifte er eine Bergspitze und zerriss, sodass die ganze Dummheit sich über das Dorf Chelm ergoss.
Eines Abends traf ein Bewohner von Chelm den Bürgermeister, wie er unter einer Laterne einen Schlüssel suchte. Zuvorkommend, wie er war, beschloss er natürlich, zu helfen.
Die Stunden vergingen, ohne dass der erhoffte Erfolg sich einstellte. Vorsichtig fragte der Mann den Bürgermeister, ob er sich denn gewiss sei, den Schlüssel hier verloren zu haben.
Dieser antwortete prompt: „Nein, dahinten, aber hier ist das Licht besser.“
Die einzelnen Titel:
1) Einleitung
2) Einleitung, Versuch 2, diesmal mit Rabbi
3) Der Geschichtenerzähler
4) Jentl hat "Ja" gesagt
5) Bei Isaak gibt’s Rabatt
6) Der alte Spielzeugmacher
7) Rachel möchte Tanzen
8) Alles koscher, lasst uns feiern
9) Chelm
